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Schon im Flugzeug fiel mir auf, dass alle Mitteilungen - Temperatur, Flughöhe, Geschwindigkeit, Zeit - Englisch und Spanisch erfolgten. Das war aber auf den Weg nach Los Angelos. Auch hier ist vieles doppelt beschriftet, englisch und spanisch, obwohl Missouri von den Deutsche besiedelt wurde die Deutschen wohl die Mehrheit ausmachen. Details sind mir noch nicht bekannt. Was hat uns die Reise gekostet? Ich habe in Columbia noch keine Obdachlosen gesehen. Die Arbeitslosigkeit ist auch geringer. Liegt wohl unter 5 %.
In der U-Bahn schlief sogar einer. Auch an den bekannten Dampfstellen der Stadt konnte ich sich wärmende Obdachlose beobachten. Ich habe mich mit diesem wichtigen Thema nicht näher beschäftigt. Es ist bekannt und wirklich so, wie ich es mir vorgestellt habe. Besser geht es den Obdachlose wohl ab 65 Jahren, wo auch sie die Mindestrente erhalten. Das Durchschnittsalter der Obdachlosen ist mir allerdings nicht bekannt. Würde mich nicht wundern, wenn es merklich unter 65 liegt. Ob sie mit der Mindestrente umgehen können, wird individuell sehr unterschiedlich sein. So trostlos und schlecht die Aufnahme mit dem Obdachlosen, so trostlos und trüb war die Subway unter der Wall Street. Natascha:-) Prima, sie haben also eine tolle Möglichkeit, sich endlich nach dem stressigen Jahr zu entspannen. Wie verstehen Sie sich mit Galina und mit ihren Söhnen? Rolf: Ein Sohn von Galja ist in Texas, der andere in San Francisco. Ich kenne inzwischen die gesamte Familie und deren Geschichte aus den Erzählungen von Galja. Gaja verheimlicht aber vor denen, daß ich hier bin. Sie ist sehr familienorientiert und wie die meisten Amerikaner, wohl in dieser Frage altmodisch oder ich bin gestört. Die Söhne werde ich also nicht sehen. Wir haben im Haus einen kleinen süßen Pudel – Russik -, der schläft aber bei Galja. Christine: Bekommt Galja Rente? Von was lebt sie? Ist es ihr eigenes Haus? Rolf: Galja bekommt eine kleine eigene Rente, weil sie im Universitätssystem nicht durchgehend hier gearbeitet hat, sondern in der Oel-Industrie als Spezialistin für Diamanten - notwendig für die Bohrer - mit sehr gutem Verdienst. Sie erhält Uni-Witwenrente für Mihai, diese ist über 2000,00 USD. Dann vermietet sie eine eigene Wohnung für ca. 500,USD und hat Geld - aber keine Zeit - um noch eine zweite Wohnung zu kaufen. Das Haus mit 200 mq und einem 1500 qm großen Garten gehört ihr. Die Wohngegend ist Mittelstand, keinesfalls arme Leute und sehr angenehm. Ich werde noch fotografieren. Ähnliche Häuser kosten hier um die 150.000,00 USD. Sie muss es mit Mihai billiger gekauft haben, denn den Preis nennt sie mir nicht. Sie spielt eine reiche Frau, die aber gut rechnet, d.h. versucht, billig einzukaufen. Das Thema Aldi usw. wäre hier nicht angebracht. Teure Meissner Mokkatassen verachtet sie, wie angeblich alle Amerikaner. Auch bei Feten in reichen Häusern werden Pappbecher gereicht, damit die Hausfrau weniger Arbeit hat. Meine direkten Fragen passen so und so nicht in ihr Gemüt. Das musst Du verstehen. |