|
|
Es soll kein Reiseführer werden. Dazu gibt es sehr viel gute Reiseführer und auch das Internet informiert über alles. Ich beschreibe nur meine Eindrücke ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Wichtigkeit. Ihr sollt wissen, dass ich keinen allzu großen Spaß an Stadtrundfahrten, Museums-Besichtigungen und Stadtrundgängen habe. Mich interessieren konkrete Menschen, Beziehungen und Strukturen. Insofern war ich Galja nicht böse, als sie die Reise durch die USA keinesfalls mit machen wollte und ich die Gelegenheit hatte bei ihr fast drei Wochen zu wohnen, mich unterhalten zu können. Ich hatte Gelegenheit das konkrete amerikanische Leben zu beobachten und mir so meine Gedanken zu machen. Trotzdem werde ich in diesem Kapitel einige Städte beschreiben.
Broadway – Hauptstrasse von Columbia, MO Broadway – Breite Straße – war früher mal die Hauptstrasse, weil über diese die großen Viehherden getrieben wurden. So hat mir das Boris erzählt. Für uns wäre die heutige Broadway von Columbia eine arme Leute-Strasse. Ein Haus zeugt mit seiner Terrasse von seiner spanischen Herkunft. Die Häuser sind trostlos, die Geschäfte außen und innen arm ausgestattet. Die Besitzer sind auch wirklich arm, wie mir gesagt wurde. Das soll in jeder Stadt so sein. Ein abendlicher oder ein anderer Geschäftebummel lohnt einfach nicht und macht keinen Spaß. Dafür waren wir in einer sehr nett eingerichteten Bierbar-Gaststätte mit einer eigenen Brauerei. Die Bierauswahl war verlockend und das Essen zwar nicht wie bei unserem Italiener oder beim Vogel, aber trotzdem schmackhaft. Mit den billigen Hauptstrassen sparen die Amerikaner viel unnötigen Aufwand und die Waren können billiger und damit bei mehr Leuten an den Mann gebracht werden. |